Milben bei der Katze

Ihre Katze klagt über Juckreiz und hört einfach nicht auf zu kratzen? Sie sind sich aber nicht sicher, ob es Flöhe oder vielleicht sogar Milben sind? Und falls es Milben sind, wie behandelt man einen Milbenbefall bei der Katze? Nachfolgend weitere Informationen zum Thema Milben bei der Katze.

Hat meine Katzen Milben?

Als Erstes sollte geklärt werden, ob es überhaupt Milben sind und falls ja um welche Milbenart es sich handelt. Bei der Katze können folgende Milbenarten auftreten:

Symptome beim Milbenbefall einer Katze

Zuerst einmal sollten Sie rausfinden, ob Ihre Katze überhaupt an einem Milbenbefall leidet. Wenn Ihre Katze Milben hat, können folgende Symptome auftreten:

  • Juckreiz (zusätzlich kann durch das Kratzen eine Entzündung der Haut entstehen)
  • Pusteln, Papeln oder Krusten
  • Haarausfall
  • Kaffeesatzartige Ablagerungen in den Ohren
  • Schuppenbildung
  • Unruhe

Wenn Ihre Katze über ein oder sogar mehrere Symptome klagt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie an Milbenbefall leidet. Es sollte sofort gehandelt werden, damit die Katze nicht unnötig leidet. Es empfiehlt sich ein Besuch beim Tierarzt, da dieser genau herausfinden kann, um welche Art von Milbenbefall es sich handelt. Je schneller Sie reagieren, desto schneller geht es Ihrer Katze besser.

Sind Milben gefährlich für Katzen?

Milbenmittel wird von Katze abgeduscht
Foto: ollegnik via Twenty20

Wenn die Milben früh genug bemerkt und behandelt werden, sollten keine bleibenden Schäden davongetragen werden. Eine Ausnahme stellt die Räudemilbe dar. Diese kann für Ihre Katze ohne eine Behandlung tödlich sein. Wenn die Katze jedoch an keiner Immunschwäche leidet, sollte auch die Räudemilbe gefahrlos überstanden werden. Jedoch sollte auch hier schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

Können Milben von der Katze auf den Menschen übertragen werden?

Man glaubt es kaum, aber ja, Milben können von der Katze auf den Menschen übertragen werden. Dafür ist oft nicht einmal der direkte Kontakt zu den Vierbeinern notwendig, da die meisten Milbenarten tage- oder sogar wochenlang ohne Wirt überleben können.

Die häufigsten Milben, welche auf den Menschen übertragen werden können, sind die Pelz- und die Räudemilben. Bei der Pelzmilbe treten beim Menschen meist Juckreiz und Hautausschlag auf. Bei der Räudemilbe wiederum tritt eine geringfügige Entzündung der Haut auf und führt zu der sogenannten Krätze.

Was tun, wenn die Katze die Milben auf den Menschen überträgt?

Wenn Sie bei sich einen Milbenbefall feststellen, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Um die Übertragung der Milben auf den Menschen zu verhindern, ist nicht nur die Behandlung der Katze wichtig, sondern auch eine Umgebungsreinigung. Sobald der Milbenbefall festgestellt wird, ist es wichtig, alles zu Staubsaugen und die Decken und den Schlafplatz der Katze zu waschen. Der Waschvorgang sollte mindestens bei einer Temperatur von 60 °C erfolgen. Alle Gegenstände, welche nicht so heiß gewaschen werden können, für mindestens 24h einfrieren. So werden garantiert alle Milben abgetötet.

Was hilft gegen Milbenbefall bei der Katze?

Bei der Milbenbehandlung ist es wichtig, dass diese konsequent und über einen langen Zeitraum hinweg durchgeführt wird. Für die Behandlung selbst gibt es Spot-on Präparate, welche in kleinen Tuben erhältlich sind. Diese müssen auf den Nacken der Katze aufgetragen werden. So gelangen sie in den Blutkreislauf und verteilen sich über den ganzen Körper. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Katze das Präparat nicht ablecken kann. Für jede Milbenart gibt es unterschiedliche Präparate, wodurch es wichtig ist, zu wissen, um welche Milbenart es sich handelt. Dazu sollte bestenfalls der Tierarzt aufgesucht werden, denn dieser untersucht die Milben und kann somit die Behandlung exakt darauf einstellen.

Es gibt aber auch Präparate, wie Stronghold oder Advocate, die bei den meisten Arten wirken. Garantiert ist dies aber leider nicht. Falls Sie neben Ihrer Katze auch einen Hund haben und dieser ebenfalls an einem Milbenbefall leidet, beachten Sie, dass Sie nicht dieselben Präparate verwenden können, da sich die Dosierung und die Inhaltsstoffe unterscheiden. Spezielle Präparate für Hunde können für Katzen schädlich, wenn nicht sogar tödlich sein.

Alternative zu Spotons gegen Milben bei Katzen

Für die Bekämpfung der Milben bei Katzen gibt es auch spezielle Puder, Shampoos oder Sprays, mit denen die Katze über einen bestimmten Zeitraum behandelt wird. Diese erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt.
Zusätzlich zur Behandlung gegen die Milben kann gleichzeitig auch ein spezielles Futter mit Fettsäuren verwendet werden. Dieses sorgt für eine positive Hautgesundheit.

Um die Behandlung zu beschleunigen, kann das Immunsystem mithilfe von homöopathischen Mitteln gestärkt werden. Welche Fettsäuren benötigt werden und welches Futter dafür ideal ist oder welche homöopathischen Mittel eingesetzt werden sollten, besprechen Sie am besten mit Ihrem Tierarzt.
Um einen Milbenbefall vorzubeugen, kann eine Prophylaxe Therapie in Angriff genommen werden.

Hausmittel gegen Milben bei der Katze

Bei den Hausmitteln ist es ein wenig schwierig, da die Wirkung und Behandlung nicht zwingend zuverlässig ist. Dennoch kann es vor einer chemischen Behandlung versucht werden. Eine bekannte Methode ist eine Behandlung mithilfe von Kokosöl.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung eines verdünnten Apfelessig-Wasser-Gemisches. Diese ist für die Katze die schonendste Variante und zieht so gut wie keine Nebenwirkungen nach sich. Alleine der Geruch des Essigs ist gewöhnungsbedürftig. Die Mischung muss lokal und regelmäßig auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

Hausmittel ersetzen keinen Besuch beim Tierarzt

Auch wenn Sie die Bekämpfung mit Hausmitteln versuchen, sollten Sie Ihre Katze trotzdem zum Tierarzt bringen und alle Behandlungsmethoden in Absprache mit ihm durchführen. Die Behandlungsdauer hängt meist von der Milbenart ab, dauert aber meist Wochen oder sogar Monate. Bei der Behandlung mittels Hausmittel kann es ein wenig länger dauern.

Die Symptome klingen jedoch meist bereits nach ein paar Tage ab. Wichtig ist es nur, nicht sofort die Behandlung einzustellen, sondern fortzufahren, um sicherzugehen, dass alle Milben entfernt wurden. Eine Kontrolle beim Tierarzt kann Klarheiten darüber verschaffen.

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