Staub gehört zu den hartnäckigsten Begleitern im Haushalt. Kaum sind Möbel, Regale und Fensterbänke gereinigt, legt sich nach kurzer Zeit wieder eine feine Schicht auf den Oberflächen ab.
Ganz verhindern lässt sich die Staubbildung nicht, mit der richtigen Vorgehensweise kann die Menge jedoch deutlich reduziert werden. Dabei kommt es nicht nur darauf an, wie häufig gereinigt wird. Auch die verwendeten Hilfsmittel, die Reihenfolge beim Putzen und die Einrichtung eines Raumes beeinflussen, wie schnell sich neuer Staub ansammelt.
Staub wischen – warum regelmäßiges Reinigen wichtig ist
Hausstaub besteht aus zahlreichen Bestandteilen. Dazu gehören Hautschuppen, Textilfasern, Haare, Pollen und kleinste Schmutzpartikel, die über Schuhe, Kleidung oder geöffnete Fenster in die Wohnung gelangen. Besonders auf glatten und dunklen Oberflächen wird selbst eine dünne Staubschicht schnell sichtbar.
Regelmäßiges Staubwischen sorgt nicht nur für einen besseren, weil auch sauberen Gesamteindruck in jedem Raum. Wer regelmäßig Staub wischt, verhindert auch, dass sich größere Mengen Staub in schwer erreichbaren Bereichen ansammeln.
Gleichzeitig bietet das Staubwischen eine hervorragende Gelegenheit, Schränke und Schubladen auf Dinge zu durchforsten, die nicht mehr benötigt werden. Auch technische Geräte, die nicht mehr funktionieren oder genutzt werden, können aussortiert werden.
Allerdings gibt es auch fürs Aussortieren ein paar Regeln. Dazu gehört: Alte Datenträger gehören beispielsweise nicht einfach in den Hausmüll. Sollen vertrauliche Informationen zuverlässig beseitigt werden, ist ein fachgerechtes Disketten entsorgen insbesondere bei geschäftlichen Unterlagen und archivierten Daten sinnvoll.
Die folgenden sieben Tipps helfen dabei, Staub gründlicher zu entfernen und den Reinigungsaufwand im Alltag überschaubar zu halten.
Tipp 1: Mit den richtigen Hilfsmitteln Staub aufnehmen statt verteilen
Ein trockener Lappen ist zum Staubwischen nur bedingt geeignet. Besonders auf glatten Oberflächen besteht die Gefahr, dass Staub lediglich aufgewirbelt oder von einer Stelle zur nächsten geschoben wird. Besser eignen sich Tücher, die Staubpartikel zuverlässig aufnehmen und festhalten.
Für größere Flächen können leicht angefeuchtete Reinigungstücher verwendet werden. Das Tuch sollte allerdings nicht nass sein. Zu viel Feuchtigkeit kann empfindliche Möbeloberflächen beschädigen oder Schlieren hinterlassen.
Für schwer zugängliche Bereiche hinter Heizkörpern, auf hohen Schränken oder zwischen Möbelstücken sind Staubwedel mit einem flexiblen Griff hilfreich. Wichtig ist, die verwendeten Hilfsmittel anschließend gründlich zu reinigen.
Tipp 2: Immer von oben nach unten staubwischen
Die Reihenfolge beim Staubwischen spart unnötige Arbeit. Sinnvoll ist es, zunächst die höher gelegenen Flächen zu reinigen. Dazu zählen beispielsweise Schrankoberseiten, Regale, Lampen oder Bilderrahmen. Anschließend folgen Tische, Fensterbänke und niedrigere Möbel.
Beim Reinigen fallen einzelne Staubpartikel zwangsläufig nach unten. Wird zuerst der Boden oder ein niedriges Möbelstück gereinigt, landet ein Teil des Schmutzes später erneut darauf. Deshalb sollte Staub grundsätzlich von oben nach unten entfernt werden. Der Boden kommt zuletzt an die Reihe und wird je nach Belag abgesaugt oder feucht gewischt. Das spart Zeit und Aufwand
Tipp 3: Mikrofasertücher richtig verwenden und pflegen
Mikrofasertücher gehören zu den praktischen Hilfsmitteln bei der Haushaltsreinigung. Durch ihre feine Struktur können sie kleine Staubpartikel gut aufnehmen. Auf vielen Oberflächen reicht es bereits aus, das Tuch trocken oder nur geringfügig angefeuchtet zu verwenden.
Nicht jede Oberfläche verträgt Mikrofaser jedoch gleichermaßen. Bei hochglänzenden Möbeln, empfindlichen Beschichtungen oder bestimmten Holzoberflächen lohnt es sich vorab zu prüfen, welche Reinigung der Hersteller empfiehlt.
Auch die Pflege der Tücher beeinflusst ihre Reinigungswirkung. Regelmäßiges Waschen ohne Weichspüler, der sich auf den Fasern ablagern und deren Fähigkeit zur Staubaufnahme beeinträchtigen kann, ist wichtig.
Tipp 4: Elektronische Geräte und empfindliche Oberflächen schonend reinigen
Fernseher, Computer, Monitore und andere elektronische Geräte ziehen Staub häufig besonders stark an. Gleichzeitig reagieren sie empfindlicher auf Feuchtigkeit und ungeeignete Reinigungsmittel.
Vor der Reinigung sollte das Gerät möglichst ausgeschaltet und bei Bedarf vom Stromnetz getrennt werden. Für Displays und empfindliche Kunststoffoberflächen eignen sich weiche, saubere Tücher. Flüssigkeit sollte niemals direkt auf einen Bildschirm oder in die Nähe von Öffnungen gesprüht werden.
Auch Lüftungsschlitze verdienen Aufmerksamkeit. Dort angesammelter Staub kann die Luftzirkulation beeinträchtigen. Beim Reinigen ist jedoch Vorsicht geboten, damit kein Schmutz tiefer in das Gerät gedrückt wird.
Tipp 5: Staubfänger im Haushalt gezielt reduzieren
Einige Einrichtungsgegenstände sammeln deutlich mehr Staub als andere. Offene Regale mit vielen Dekorationsartikeln, Teppiche, Kissen, Vorhänge und große Mengen an Textilien mögen schön sein, haben aber zahlreiche Flächen, an denen Staub haften kann.
Das bedeutet nicht, dass Räume möglichst leer eingerichtet werden müssen. Helfen bei der Reinigung kann eine übersichtliche Gestaltung. Das bedeutet: Alles, was kaum noch benutzt wird, kann aussortiert oder in geschlossenen Schränken beziehungsweise Boxen aufbewahrt werden.
Insbesondere bei älteren Unterlagen und technischen Geräten lohnt es sich, regelmäßig zu prüfen, was tatsächlich noch benötigt wird. Das Aussortieren spart Zeit und macht das Reinigen künftig einfacher.
Tipp 6: Regelmäßig lüften und die Luftfeuchtigkeit im Blick behalten
Auch das Raumklima beeinflusst die Staubentwicklung. Regelmäßiges Lüften sorgt für einen Austausch der Raumluft und kann verbrauchte Luft sowie einen Teil der schwebenden Partikel nach draußen befördern. Statt Fenster über viele Stunden gekippt zu lassen, bietet sich mehrmals täglich kurzes Stoßlüften an. Wie häufig gelüftet werden sollte, hängt unter anderem von Raumgröße, Nutzung und Außentemperatur ab.
Auch eine sehr trockene Raumluft kann dazu führen, dass feine Staubpartikel leichter aufgewirbelt werden. Besonders während der Heizperiode lohnt es sich deshalb, die Luftfeuchtigkeit gelegentlich zu kontrollieren. Gleichzeitig sollte dauerhaft hohe Feuchtigkeit vermieden werden, da sie die Bildung von Schimmel begünstigen kann.
Tipp 7: Einen festen Putzplan für dauerhaft weniger Staub erstellen
Wer weniger Staub haben möchte, beseitigt ihn am besten regelmäßig. Häufig genutzte Flächen wie Tische, Kommoden und Fensterbänke benötigen dabei meist häufiger Aufmerksamkeit als Schrankoberseiten oder selten genutzte Räume.
Dabei muss nicht jedes Mal die gesamte Wohnung vollständig entstaubt werden. Sinnvoller kann es sein, die Reinigung auf verschiedene Tage zu verteilen. So lassen sich beispielsweise an einem Tag die Wohnräume und an einem anderen Tag Schlaf- und Arbeitszimmer reinigen.
Ein regelmäßiger Rhythmus verhindert außerdem, dass aus einer kleinen Reinigungsaufgabe eine umfangreiche Putzaktion wird. Besonders schwer zugängliche Stellen sollten trotzdem gelegentlich bewusst eingeplant werden.
Fazit
Staub lässt sich in keinem Haushalt vollständig vermeiden. Mit einer durchdachten Reinigung kann jedoch verhindert werden, dass sich größere Mengen auf Möbeln, Böden und technischen Geräten ansammeln. Gute Reinigungstücher, die richtige Reihenfolge und ein regelmäßiger Putzrhythmus erleichtern die Arbeit erheblich.
Ebenso hilfreich ist es, unnötige Staubfänger regelmäßig auszusortieren und schwer zugängliche Bereiche nicht dauerhaft zu vernachlässigen. Werden gleichzeitig Raumklima und Lüftungsverhalten berücksichtigt, bleibt die Wohnung länger sauber. Statt möglichst häufig zu putzen, kommt es vor allem darauf an, Staub gründlich zu entfernen und die Reinigung sinnvoll in den Alltag zu integrieren.
Foto: © natallia / stock adobe
arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).
